Erstberatung
Seit 1. Juli 2006 ist es jedem Rechtsanwalt erlaubt, das Honorar für eine Erstberatung frei zu vereinbaren oder festzulegen; die bis dahin bestandenen Vorgaben des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes sind weggefallen. Die Folgen dieser Neuregelung sind erkennbar: Zahlreiche - meist junge - Kollegen und Kolleginnen bieten nun Rechtsrat zum Discounterpreis an. Es wird mit einer „Erstberatung für EUR 9,99“ oder „Rechtsrat für EUR 19,99 pro Stunde“ geworben, sogar „Anwaltsketten“ lassen sich in den Fußgängerzonen deutscher Großstädte nieder und bieten Beratung zu Niedrigstpreisen ohne vorherige Terminvereinbarung an.

Die Anwaltschaft betrachtet diese Entwicklung mit großer Sorge - und dies zu Recht. Eine anwaltliche Beratung setzt zunächst entsprechende Qualifikation voraus, in einigen Rechtsgebieten - z.B. dem Bau-, Verkehrs- oder Familienrecht - ist die Zusatzqualifikation als Fachanwalt möglich, um sich in dieser komplexen Materie zu spezialisieren. Dies kann aus unserer Sicht nur leisten, wer sich ständig fort- und weiterbildet und auch über ein entsprechendes Maß an Berufserfahrung verfügt.

Sämtliche Sozien unserer Kanzlei erfüllen diese Voraussetzungen, so dass wir es ablehnen, eine Erstberatung zu derartigen Dumpingpreisen anzubieten. Qualität hat ihren Preis - gerade wenn es um Ihr Recht geht. Wir stimmen daher im Vorfeld mit Ihnen ab, welche Kosten für Sie im Rahmen einer Erstberatung anfallen, wobei dies immer mandatsabhängig erfolgt. Ein einfacher Rat im Zusammenhang mit einer mietrechtlichen Problematik wird daher honorarmäßig regelmäßig anders zu bewerten sein, als eine umfassende Beratung im Rahmen einer erfolgten Trennung und angestrebten Ehescheidung.

Sprechen Sie uns an, wir sind uns sicher, dass Preis und Qualität unserer Arbeit Sie überzeugen werden.